Veloinitiative: erfolgreich eingereicht

wie weiter?

Es kommt Bewegung in die städtische Velopolitik. Am 24. September 2018 konnte Pro Velo Winterthur ihre Volksinitiative „Verbesserung der Veloinfrastruktur in allen Stadtkreisen“ der Stadträtin Christa Meier (SP) übergeben. In kurzer Zeit konnten über 1500 Unterschriften gesammelt werden. Mit der Initiative sollen 8 Millionen Franken für die Verbesserung der Veloinfrastruktur bereitgestellt werden.

Christa Meier und ihr Baudepartement haben nun 18 Monate Zeit, um die Initiative dem Stadtparlament und dem Volk zur Abstimmung vorzulegen – oder einen Gegenvorschlag auszuarbeiten. Geht alles seinen gewohnten gemächlichen Gang, wird es vielleicht erst im Herbst 2020 zum Urnengang kommen.

Aber müssen wir wirklich so lange warten? Kann Frau Meier, als aktive Velofahrerin und erklärte Veloförderin, dieser Initiative den Weg leichter machen durch die Ämter und politischen Instanzen? Es wäre zu wünschen, denn ohne Rahmenkredit wird Geld fehlen, um Veloprojekte planerisch voranzutreiben. Auch wenn für die Umsetzung später Geld vom Kanton fliessen und der städtische Anteil tragbar wird, von der Detailplanung bis hin zum eingabefähigen Projekt muss die Stadt selber aufkommen. Ein sinnvolles Projekt wie die „Velobahnen“, also direkte, vortrittsberechtigte Radwege aus den einzelnen Stadtkreisen ins Zentrum und zurück, würde wohl gar nicht erst angegangen.

Pro Velo Winterthur wird nicht locker lassen und immer im Gespräch versuchen, Einfluss zu nehmen. Ohne uns Velofahrerinnen und Velofahrer wird es Pro Velo aber an den Mitteln fehlen, um gute Arbeit machen zu können. Hilf also mit, werde Mitglied bei Pro Velo: http://provelowinterthur.ch/mitgliedschaft/

 

Kennst Du übrigens den städtischen Veloplan? Hier findest Du empfohlene Radrouten durch die Stadt, Angaben zu Steigungen oder gefährlichen Abschnitten ohne Umfahrungsmöglichkeit, aber es sind auch Parkieranlagen verzeichnet oder Service-Stellen (zB ein Veloladen an der engen Turmhaldenstrasse…).