Das Fateba -Team

Michael Keller

Velomechaniker-Lehrling

Michael Keller, geb. 2007, ist «der Neue». Seit dem 23. August 2022 ist er bei uns unterwegs auf dem tricky Trail zum Fahrradmechaniker EFZ. Der Weg wird sich hinziehen – geplante Ankunft ist erst am 21. August 2025.  Die Arrivierten in der Werkstatt wissen, was ihm so alles über den Weg laufen könnte, er kann sich darauf verlassen, dass sie helfen werden, wo es nur geht.

In seiner Freizeit treibt Michael gern Sport. Sieben Jahre lang hat er Radball gespielt, aber jetzt liegen die Trainingszeiten ungünstig, und es fehlt ihm auch die nötige Zeit. Seit einem Jahr begeistert er sich fürs Trampolin-Springen und hat in kurzer Zeit viel geschafft. Sein Ziel ist es, einen 8-fach Flip  hinzukriegen, aktuell ist sein bester Flip ein 5-facher. Abheben und hoch fliegen bringt’s – wenn man die Landung kontrollieren kann.

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Nabas Ibrahim Nuri

Velo-Assistent

Nabas, geb. 1980 in Erbil im irakischen Kurdistan, lernte Automechaniker, schuf sich über die Jahre eine Existenz als Garagist, bis er und seine Frau wegen ihres westlichen Lebensstils von konservativen religiösen Eiferern an Leib und Leben bedroht wurden. 2015 flüchtete er mit Frau und den zwei Kindern vor der terroristischen Bedrohung und landete nach 2-monatiger Flucht, meist zu Fuss, über die Türkei, Bulgarien und Serbien schliesslich in Kreuzlingen. Zwei Jahre verbrachten sie beschäftigungslos in Asylunterkünften, meist zu viert in einem Zimmer. Inzwischen sind sie als Flüchtlinge anerkannt und haben den B-Ausweis. Oberste Ziele waren und sind Deutsch lernen und Arbeit finden. Eine erste Beschäftigung war ein 6-monatiges Praktikum im Integrationsprojekt Züri rollt. Dann war Nabas einer der ersten Absolventen der von Veloplus geschaffenen Velo-Academy, die praxisorientiert Grundlagen des Velomechaniker-Berufes vermittelt. Eine feste Anstellung fand er danach aber keine. Seit dem 1. Juni 2021 arbeitet Nabas als Fahrrad-Assistent in einem knappen 30 %-Pensum bei Fateba, wo er neu angelieferte Velos verkaufsfertig aufbaut oder bei internen Arbeiten mithilft. Seine Frau hat die Ausbildung zur Hauspflegerin gemacht, und die beiden Buben (16 und 10 Jahre alt) gehen zur Schule. Familie Ibrahim lernt jeden Tag dazu, in einigen Jahren werden sie nicht mehr auf Hilfe angewiesen sein. Wir bewundern ihren starken Willen, sich hier einzuleben und drücken die Daumen, es wird gut kommen.

werkstatt@fateba.ch

Niclas Hoost

Velomechaniker

Niclas, geb. 2004, ist als Lehrling 2019 bei uns gestartet und drei Jahre später zielsicher gelandet als frisch diplomierter Fahrradmechaniker EFZ. Als Abschlussarbeit hat er sich einen Rennrad-Rahmen gelötet und mit edlen Teilen aufgebaut, ein echter Hingucker ist es geworden und pfeilschnell soll er auch sein. Nach der Lehre heben viele gleich wieder ab in alle möglichen Richtungen und kehren dem Lehrbetrieb oder gar der Branche den Rücken zu. Niclas nicht. Er hat bleiben wollen – zur grossen Freude des ganzen Teams. Und er bekommt gleich eine zusätzliche Aufgabe, er wird dem neuen Stift beistehen und ihn ins Metier einführen.

In seiner Freizeit treibt Niclas viel Sport. Als Leichtathlet nimmt er Hürden, setzt weite Sprünge in den Sand oder schleudert Speere ins Feld. Respekt!

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Kathleen Rhyner

Velomechanikerin

Kathleen Rhyner, geb. 1999, trat sehr jung in die Berufswelt ein – sie war 14, als sie beim Wülflinger Bikedoc in die Lehre ging. Mit 17 hatte sie schon den Abschluss als Fahrradmechanikerin EFZ geschafft. 2019 zog es sie dann zur Fateba, mit einem 80%-Pensum, so dass sie nebenbei noch Zeit hatte, berufsbegleitend das Bürofachdiplom zu machen. Im Moment arbeitet sie 100%, hat aber schon angekündigt, dass sie im neuen Jahr wieder reduzieren wird, weil die BM2 Zeit in Anspruch nehmen wird.

Alle mögen Kathleen. Sie hat alle Stimmungen drauf. Im Tagesverlauf wechselt sie von diplomatisch ruhig zu mitreissend fröhlich, über Grad nicht so richtig motiviert bis hin zu unauffällig arbeitsam. Zwischendurch plagt sie immer mal ein Glüschtli, auf ihrer Werkbank findet sich etwas zum Knabbern ebenso zuverlässig wie das Handwerkzeug. Auf Lob in der Art von «das haben sie jetzt aber sehr gut gemacht, so als Frau» reagiert sie hoffnunglos gelassen. Das ist auch ihre bevorzugte Reaktion, wenn ihre Arbeitskollegen um sie herum hektisch werden und nervig tun. Man tut ja, was man kann.

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Jérôme Odier

Verkäufer / Velomechaniker

Jérôme Odier, geb. 1991 in Nizza, Frankreich. Dipl.Ing. (Master Degree) der Wasserwissenschaften am Polytech in Montpellier, Frankreich. Kam Anfang 2018 in die Schweiz und platzte zufällig bei Fateba herein auf der Suche nach einem Job in der Velobranche, einfach, weil er gern mit Velos arbeite, wie er in gebrochenem Deutsch sagte. Er erhielt den Job und war kurz darauf der erste Lehrling der Fateba überhaupt, denn Jérôme wollte unbedingt noch die Lehre zum Fahrradmechaniker EFZ machen. Inzwischen hat er die Lehre sehr erfolgreich abgeschlossen, hat nebenbei von 0 auf 100 deutsch gelernt, versteht bestens Schwiizertütsch und spricht es auch, wenn er will. Aktuelles Lieblingswort: huereguet.

werkstatt@fateba.ch

Dino Mazzone

Velomechaniker

Dino Mazzone, geb. 1992, hat seine Lehre zum Fahrradmechaniker beim Dynamoo angefangen und bei Velo Weidmann in Neftenbach erfolgreich abgeschlossen.
Dino kam im März 2017 zur Fateba, wo er bis im August 2019 als Velomech mit einem 100 % Pensum arbeitete. Er kündigte, um an der WIS (Wirtschafts- und Informatiker-Schule) eine Zweitausbildung zum Informatik-Systemtechniker zu machen. Die anforderungsreiche Ausbildung zog er bis zum bestandenen Abschluss durch. Die Stellensuche wurde dann aber überraschend mühsam. Bewerbungen schreiben, nachfragen, sich vorstellen und Absagen verdauen, das nervt, wenn man Arbeiten will und muss.

Als wir Dino Anfang dieses Jahres anriefen und anboten, bis auf weiteres zurück in unsere Werkstatt zu kommen, sage er zu. Wir einigten uns auf ein 60%-Pensum. Seither sind wir alle froh, Dino als zuverlässigen, sorgfältig arbeitenden und immer gut gelaunten Arbeitskollegen wieder bei uns zu haben – auch wenn allen klar ist, dass er seinen Platz in der Informatik finden wird. Aus unserer Sicht darf das gern auch etwas später sein als früher.

werkstatt@fateba.ch

Stephan Scholz

Werkstatt-Leiter / Fahrradmechaniker-Meister

Stephan Scholz, geb. 1973 in Frankfurt a/M., kam 1996 über einen Studentenjob zu Riese & Müller (damals 5 Mitarbeiter stark!), wo er bis 2000 blieb. Für die Lehre zum Motorrad-Mechaniker musste er zur Firma Rainer Nagel in Darmstadt wechseln, wo er 2003 die Lehre als Prüfungsbester in ganz Hessen abschloss. Mit dem Lehrabschluss in der Tasche ging er zurück zu Riese & Müller. Dort arbeitete er zunächst als Qualitätsmanager und bildete sich in dieser Zeit an der Bundesfachschule Frankfurt zum Zweirad-Mechanikermeister weiter.  Ab 2006 war er bei Riese & Müller für die Lehrlings-Ausbildung zuständig.

2009 verschlug es ihn in die Schweiz, wo er eine Stelle als Leiter einer Zürcher Velo-Werkstatt antrat. Von 2011 bis 2014 montierte er bei Tour de Suisse in Kreuzlingen Neuvelos auf. Seit Juli 2014 erleidet – äh – leitet Stephan die Fateba-Werkstatt, wo er nicht nur täglich zig Velos repariert, sondern auch Dreh- und Angelpunkt für Kunden und Mitarbeiter ist. So geht es Leuten, die Lösungen kennen, wo andere nur Probleme sehen.

stephan.scholz@fateba.ch

Denis Uzelac

Metaller/Rahmenbau

Denis Uzelac, geb. 1978 in Winterthur, gelernter Metallbau-Schlosser, bei Fateba seit 1999. Obwohl schon ewig dabei, bekommen ihn die wenigsten Kundinnen und Kunden zu Gesicht. Sein Wirkungsort ist die Fateba-Rahmenbauerei am Oberen Deutweg. Dort stehen schwere alte Maschinen wie Drehbank, Fräsen, Sägen, Schleif- und Biegeapparate. Umgeben von Lagergestellen für Rohre, Stäbe und Metallprofile schweisst und lötet er Liegerad-Rahmen und Liegerad-Bauteile, zum Beispiel Gabeln, Sitzgestelle, Lenker oder Gepäckträger. Gern entwirft und baut er zwischendurch auch mal Mass-Rahmen nach Kundenwünschen. Gefragt ist sein Können auch immer dann, wenn etwas Metallenes gerissen, gebrochen oder gestaucht ist. Kaputte Velorahmen, verbogene Gabeln, festsitzende Sattelstützen oder ausgerissene Gewinde, er kriegt’s wieder hin. Im Laden an der Turmhaldenstrasse verantwortet er grosse Teile der Ladeneinrichtung. Und hier montiert er die von ihm gefertigten Longbikes fahrfertig auf. Leider arbeitet Denis ganz und gar nicht gern zu fixen Zeiten, oft kommt er erst auf Touren, wenn es für andere in den wohlverdienten Feierabend geht. Früher hätte man gesagt, er sei ein Aussteiger. Heute bezeichnen wir ihn als Angestellten mit variablem Teilzeitpensum und gelungener work-life-balance.

werkstatt@fateba.ch

Markus Hänni

Gesch.führer/Verkauf

Markus Hänni, geb. 1962 in Winterthur. Abschluss der Schulzeit mit Handelsdiplom. Zusammen mit Alois Bachmann 1983 Gründer der Fateba, Bachmann & Co. zur Entwicklung des Fateba-Liegerades. Seither ununterbrochen Geschäftsführer der Fateba.

Den Alten kennt man seit Jahrzehnten von der gleichnamigen Sendung. Er löst Kriminalfälle publikumswirksam zur besten Sendezeit in genau 60 Minuten. Der Alte hier ist auch noch auf Sendung, aber ganz ohne Publikum. Seit 39 Jahren ist er im Winterthurer Velomilieu als Kleindealer tätig. Er vertickt Velos und zunehmend E-Bikes an Überzeugungs-, oft sogar an Wiederholungstäter. Meist Süchtige, die Entzugssymptome zeigen, wenn ihre heisse Ware zur Pflege oder Reparatur muss. Denn wenn technische Mängel auftreten, kann die Ware gefährlich werden, todgefährlich. Um die Ermittler im Zaun zu halten, lässt der Alte sein Team die Servicefälle zu jeder Tageszeit lösen. Häufig reichen 60 Minuten pro Fall bei weitem nicht. Wie lange wird er sich noch halten können? Fortsetzung folgt auf diesem Kanal.

markus.haenni@fateba.ch