Laufrad-Bau

Ein Laufrad besteht aus Nabe, Speichen und Nippeln sowie der Felge. Grosse Velohersteller fertigen aus diesen Einzelteilen auf Spezialmaschinen halb- oder vollautomatisch die Laufräder für ihren Eigenbedarf. Die Qualität der Laufräder hängt ab von der Qualität der gewählten Teile und dann vor allem davon, wie hoch und wie gleichmässig die Maschine jede einzelne Speiche spannt. Aber wenn alle Speichen schön gleichmässig gespannt sind, ist das noch kein gutes Laufrad. Denn die Speichen haben die blöde Eigenschaft, dass sie sich erst noch „setzen“ müssen. Deshalb muss die Maschine jetzt die Felge quälen, sie gut dosiert etwas verwinden. Danach beginnt wieder das Abtasten jeder Speiche und das Nachspannen. Je höher die Speichenspannung und je enger die Toleranzen, desto länger muss die Maschine an den Nippeln drehen und desto weniger Räder spuckt die Maschine pro Stunde aus. kein Wunder hat jeder Hersteller so seine eigenen Vorstellungen davon, wann ein Laufrad ein gutes Laufrad ist. Erschwerend für die Hersteller ist, dass sie viele verschiedene Laufräder auf ihren Maschinen fertigen müssen. Moderne Maschinen sind zwar mit wenigen Knopfdrucken umprogrammiert und spucken nach kurzem Einrichten (die Speichen in der richtigen Länge müssen zum Beispiel von Menschenhand eingefüllt werden) wieder brav Räder aus. Wer aber kontrolliert wohl die Qualität, und in welchen Abständen?

 

Vorteil Köbi Buri
Ein von Hand eingespeichtes und gespanntes Rad ist nicht einfach so dem maschinell gefertigten Rad überlegen. Es braucht viel Wissen und noch viel mehr Uebung und Routine. Grosse Materialkenntnis, das Beherrschen verschiedener Einspeicharten (radial, von 1-fach bis 4-fach Kreuzung, Hybrid-Speichung) und vor allem Geduld und Feingefühl sind nötig, um wirklich gute Räder fertigen zu können. Ueberlegen gute Räder baut aber nur einer, der schonungslos ehrlich mit sich selber ist. Es kommt nämlich vor, dass es einfach nicht gelingen will. Vielleicht zeigt das Tensiometer die Fehler an, aber es ist auch ohne Hilfsmittel zu spüren: eine oder einige wenige Speichen entziehen sich der Willenskraft, die angestrebte Harmonie will sich nicht einstellen. Einer wie Köbi löst dann alle Nippel wieder bis an den Anfang und setzt neu an. Aber erst nach Ladenschluss.

 

Spezielle Räder
Unser Laufrad-Bauer Köbi Buri ist durch eine harte Schule gegangen: Fateba-Liegeräder haben immer wieder nach ganz speziellen Laufrädern verlangt, die es nirgends sonst zu kaufen gibt. Wie baue ich einen Nabendynamo, den es nur mit 32-Speichenlöchern gibt, in eine 17″-Felge (369 mm Felgendurchmesser) ein, die es nur mit 28-Loch gibt? Wie berechne ich die nötige Speichenlänge? Woher dann die Speiche nehmen, die sowieso ein unmögliches Mass haben wird? Zum Glück gibt es bei Fateba eine Phil Wood Speichen- gewinde-Rollmaschine. Auf der kann er nämlich jede Spei- chenlänge selber herstellen. Er legt eine zu lange Speiche in die Maschine, und im sprichwörtlichen Handumdrehen längt die Maschine die Speiche ab und rollt anschliessend ein tadelloses Gewinde auf den Draht. Köbi Buri hat in den vergangenen Jahren ohne zu übertreiben tausende von Rädern gebaut. Räder, die tausende von Kilometern gehal- ten haben.

 

Wunsch-Laufräder auf Bestellung
Wenn Sie ein ganz besonderes Laufrad haben möchten, sind Sie bei Köbi Buri goldrichtig. Vielleicht haben Sie eine besondere Nabe, die Sie gern eingespeicht haben möchten. Oder Sie planen eine grosse Reise und möchten superstabile Räder an Ihrem Reiserad haben? Oder Sie haben ein Tandem und die Räder sind Quell ständigen Aergers? Auf Grund der unendlich vielen Kombinations-Möglichkeiten verzichten wir darauf, eine Preisliste zu erstellen. Wir machen Ihnen aber jederzeit gern eine Offerte.